Austausch mit dem Lycée Jean Monnet in Montpellier
Nach 10 Tagen (4. – 13. Mai 2026) in Heidelbergs Partnerstadt im Süden Frankreichs kann ich auf jeden Fall sagen: wir hatten einen äußerst schönen Aufenthalt in Montpellier. Die Austausch-Gruppe war super, das Wetter hat besser als vorher erwartet mitgespielt (wir sind im strömenden Regen angekommen!) und Montpellier ist eine wirklich wunderschöne Stadt. Es sind die in sehr schönem Stil gebauten Häuser in Kombination mit für solch eine große Stadt sehr viel Natur, die für mich den besonderen Reiz von Montpellier ausmachen. Man sieht an den zahlreichen Palmen, dass die Stadt dem Meer nahe liegt, was mir sofort gute Stimmung und Urlaubsgefühle gegeben hat, auch wenn wir selbstverständlich nicht in erster Linie zum Urlaubmachen die Reise angetreten hatten.
Wir wurden sehr nett von der französischen Austauschgruppe empfangen, mit deutsch-französischen Fähnchen zum Beispiel, und haben uns alle sehr gefreut, uns nach dem ersten Treffen vor Weihnachten in Heidelberg endlich wiederzusehen. Nachdem wir einen schönen Abend bei unseren Gastfamilien verbracht hatten, sind wir am nächsten Morgen zur Schule gekommen, wo es ein tolles Frühstück für alle gab, und wurden auch vom Schulleiter herzlich empfangen. Nach einer von den französischen Schüler*innen organisierten Schnitzeljagd, bei der wir das Schulgelände etwas kennengelernt haben, hatte der deutsche Teil der Austauschgruppe eine interessante Stadtführung durch die Innenstadt Montpelliers mit einer netten Stadtführerin. Der Empfang ging danach sogar noch im Heidelberg-Haus und im Europa-Haus weiter, wo wir außerdem einen Vortrag zum Thema Umweltschutz hören durften. Denn das Thema Umwelt, insbesondere in Bezug auf Wasser, war unser großes Thema im Verlauf des Austauschs. Deshalb waren wir auch im Aquarium, das uns alle begeistert hat, in der Ausstellung „Planet Océan“, wo wir außer schönen Fischen auch beeindruckende Haie und Stachelrochen sehen konnten. Vorher haben wir einen Workshop besucht, in dem wir in einem deutsch-französisches Rollenspiel lernten, den Weg des Fischs vom Meer auf den Teller besser nachzuvollziehen. Dieser Besuch war bereits Teil unseres Erasmus+-Projekts, in dem wir zum Einen ein Plakat mit einem Aufruf zum Thema Umweltschutz gestalteten, das Jugendliche dazu ermutigen sollte, sich für die Umwelt einzusetzen. Zum anderen bauten wir Kunstwerke aus Müll, die eine Botschaft zum Thema Verschmutzung enthielten.
Das Wochenende haben wir in den Familien verbracht, deswegen durfte ich die atemberaubende Natur der Campagne genießen und im wunderschönen Haus der Familie wohnen. Wir haben uns aber auch untereinander als Austauschgruppe in Montpellier getroffen und hatten alle sehr viel Spaß.
Die neue Woche startete mit einem Ausflug in die Camargue, wo wir das mittelalterliche Städtchen Aigues-Mortes und die Salinen besichtigt haben und unterwegs viele Flamingos bestaunen konnten. So wie alle anderen war auch der letzte Tag sehr cool. Wir hatten noch etwas Freizeit in der Stadt, wo Frau Buselmeier und Frau Heinrich uns ein großes Eis spendierten, und haben abends mit Buffet und Austausch-Diplom den letzten Tag gefeiert.
Der Abschied von Montpellier und den Freunden dort am nächsten Morgen verlief für einige tatsächlich weniger schmerzlich als er hätte sein können, da manche Corres vorhaben, uns bald in Heidelberg noch einmal zu besuchen.
Bestimmt kann ich für alle sprechen, wenn ich sage, dass wir in Montpellier eine hervorragende Zeit hatten und von den französischen Familien sehr gut aufgenommen wurden. Natürlich wäre es schön, wenn die deutsch-französischen Freundschaften noch lange halten würden.
Henri Mihm, 10a








