Aktionstag Katastrophenschutz 25/26 am Hölderlin-Gymnasium
Ein Bericht der Ethikklasse 7ac
Vorwort
Egal ob Überschwemmung, Massenkarambolage oder Flächenbrand: Wenn unerwartet besonders viele Menschen Hilfe brauchen, muss schnell, koordiniert und zuverlässig gehandelt werden.
Obwohl das Geflecht aus Feuerwehr, technischem Hilfswerk, Rettungsdienst und vielen weiteren Hilfsorganisationen tagtäglich für unsere Sicherheit kämpft, wird diese Arbeit in Deutschland von über einer Million Ehrenamtlichen gestemmt.
Wir am Hölderlingymnasium möchten den Aktionstag Katastrophenschutz nutzen, um das Ehrenamt im Zivilschutz zu würdigen und die Schülerinnen und Schüler für den Ernstfall zu sensibilisieren.
Ich möchte den engagierten Mitarbeitern des ASB Heidelberg-Mannheim für ihre pädagogisch wertvolle und hingebungsvolle Arbeit am Hölderlingymnasium danken und freue mich auf die zukünftige Kooperation! Die Ethikklasse 7a/c hat den diesjährigen Aktionstag freundlicherweise in einem Bericht festgehalten.
Philipp Bauer – Sicherheitsbeauftragte Lehrkraft am Hölderlingymnasium
Am 15. April 2026 fand am Hölderlingymnasium ein Aktionstag mit dem Thema „Katastrophenschutz“ statt, bei dem uns der ASB (Arbeiter-Samariter-Bund) Heidelberg-Mannheim einen Einblick in ihre Arbeit als Hilfsorganisation ermöglichte. Der ASB hatte für uns verschiedene Workshops vorbereitet, die wir alle in Gruppen besuchen konnten: Rettungshundestaffel im Einsatz, Aufklärungsdrohne bei der Arbeit, richtig Verbinden lernen, Reanimation und erste Hilfe, Notrufnummern richtig auswählen, sowie Einsatz der Rettungsfahrzeuge.
Der ASB hatte einen Hund mitgebracht: Lotte die Rettungshündin. Sie ist kein normaler Hund, sondern auf das Aufspüren und Anzeigen von hilfebedürftigen Menschen trainiert. Sie trägt im Einsatz ein Geschirr mit Glocke und einem kleinen Blaulicht. Dadurch kann man sie in chaotischen Situationen, zum Beispiel bei einer Massenkarambolage oder einer Überschwemmung besser sehen und hören. Die freundliche Mitarbeiterin des ASB demonstrierte uns mit Lotte, wie hilfebedürftige Menschen aufgespürt werden. Lotte hatte sichtbar viel Spaß bei der Arbeit und hat sich auch unter vielen Kindern wohl gefühlt. Auch uns hat es viel Spaß bereitet, bei dieser Station so viel über Rettungshunde und Ihren Einsatz in der Hilfsorganisation zu lernen.
Auf dem Schulhof wurde es richtig aufregend: In einem abgesperrten Bereich konnte unsere Gruppe eine Aufklärungsdrohne im Einsatz beobachten. Die Drohne mit Kamera kann bis zu 5km h och fliegen und liefert sehr scharfe Bilder an eine Konsole mit Bildschirm auf dem Boden. Sie kann nicht nur zoomen, sondern Personen in Not auch mit Hilfe einer Wärmebildkamera sichtbar machen. Wir fanden die Drohne sehr interessant und haben vom Mitarbeiter des ASB erfahren, dass man zum Steuern der Drohne eine Ausbildung und einen Drohnenführerschein braucht. Leider sind die Drohnen des ASB nicht für Privatpersonen erhältlich.
In Raum 117 wartete bereits ein Mitarbeiter des ASB auf unsere Grup pe. An einer freiwilligen Person hat er uns genau gezeigt, wie man mithilfe von Mullbinden, Pflastern und anderen Materialien sichere Verbände anlegt. Die Verbände dienen dazu, Blutungen zu stoppen und verletzte Körperteile sicher und ohne Schmerzen zu stabilisieren. Wir fanden es richtig cool, dass wir danach in kleinen Gruppen selbstständig üben durften, diese Verbände anzulegen. Dafür hat der ASB sehr viel Material zur Verfügung gestellt.
In Raum 116 konnten wir direkt seltsame Puppen auf dem Boden sehen. Die Mitarbeiterin des ASB hat uns erklärt, dass es sich dabei um Übungspuppen handelt. Mit ihnen kann man lernen und üben, Menschen wiederzubeleben. Das nennt man Reanimation. Dabei muss man eine wichtige Reihenfolge beachten: Erst Atmung Prüfen, Hilfe rufen (112), dann drücken. Eine Herzdruckmassage findet auf dem Brustkorbs statt, 100–120-mal pro Minute. Man darf nicht aufhören, bis Hilfe eintrifft. Man kann sich den Rhythmus gut anhand von Liedern merken. Nachdem wir das Wiederbeleben an Puppen geübt haben, fühlen wir uns damit nun viel sicherer.
Wenn es brenzlig wird, muss man eine Notrufnummer wählen! Das hat uns Frau Hase vom ASB im Theatersaal im Workshop erklärt. Zu verschiedenen Notrufnummern haben wir gelernt, in welchen Situationen man sie nutzt. Dafür haben wir ein kleines Spiel gespielt, bei dem wir verschiedenen Notsituationen die richtige Notrufnummer zuordnen mussten. Das war sehr spannend und interessant. Jetzt wissen wir, dass man keine Angst haben muss, einen Notruf zu wählen.
Um bei einer Katastrophe, zum Beispiel Flächenbrand, Massenkarambolage oder Überschwemmung helfen zu können, benötigen Hilfsorganisationen wie der ASB viele Einsatzfahrzeuge. Sie bringen die notwendige Ausrüstung und können den Einsatz mit anderen Organisationen koordinieren. Das heißt geordnet durchführen. Diese Rettungsmittel konnten wir auf dem Schulhof besichtigen: Krankentransportwagen, Rettungswagen, Führungswagen und ein Quad. Mitarbeiter des ASB haben uns die Fahrzeuge und ihre Ausrüstung gezeigt und erklärt.
Vielen Dank an die Autoren der Ethikklasse 7a/c von Frau Dahmen: Jakob, Jonas, Ziad, Ben, Rowan, Sofia, Frida, Nilou, Ellie, Limar, Joana, Lisa, Alexandra, Marlene, Aurelio, Jona, Younes, Leonardo, Mariam, Maggie, Jasmin





