Besuch aus Montpellier
Am 4. Dezember 2025 hatte das Warten endlich ein Ende, denn nun lernten wir unsere französischen Austauschpartner vom Lycée Jean Monnet in Heidelbergs Partnerstadt Montpellier persönlich kennen. Nachdem am Bahnsteig alle Paare zueinander gefunden und sich herzlich begrüßt hatten, lösten wir uns nach und nach auf und nahmen unsere Austauschpartner mit nach Hause. Diesen ersten gemeinsamen Abend gestaltete jede Familie auf ihre Art und Weise. Die meisten von uns spürten gleich, dass die Chemie stimmte und wir eine tolle Zeit miteinander verbringen würden.
Am nächsten Tag trafen wir uns zuerst einmal alle in der Schule, wo wir uns bei verschiedenen Spielen besser kennenlernten. Bei einem gemeinsamen Frühstück haben wir uns nett unterhalten, bevor es dann für die deutschen Schüler und Schülerinnen in den Unterricht ging und die Franzosen und Französinnen zu einer Stadt- und Schlossführung aufbrachen. Abends haben wir uns dann wieder untereinander getroffen und sind auf den Heidelberger Weihnachtsmarkt gegangen.
Das Wochenende verbrachte jede Gastfamilie einerseits individuell, andererseits bildeten sich auch größere Gruppen, um beispielsweise zum Schwetzinger Schloss oder auf ein Basketballspiel der „Heidelberg Academics“ zu gehen.
Nach dem tollen Wochenende war leider wieder Schule. Während die französischen Austauschschüler sich mit ihren Lehrerinnen trafen, um sich über ihr Wochenende auszutauschen, hieß es für die Deutschen wieder „Unterricht“. In dem sich anschließenden Projekt zum Thema „Umweltschutz und Wasser“ setzten wir uns in kleine Gruppen mit unseren Austauschpartnern zusammen und bekamen zur Aufgabe, kleine Dialoge zu schreiben, die wir später verfilmen würden. Danach sind wir noch auf dem Weihnachtsmarkt am Kornmarkt Eislaufen gegangen, was sehr lustig war. Direkt im Anschluss daran wurden wir im Montpellier-Haus erwartet, wo uns die Leiterin Karla Jauregui herzlich empfangen und uns zu einem kleinen weihnachtlichen Buffet eingeladen hat. Der Tag wurde abschließend mit dem Adventskonzert unserer Schule beendet, bei dem sogar einer der Austauschpartner mitgespielt hat.
Am Dienstag besuchten nur die Franzosen Frankfurt, wo sie einen kleinen Stadtrundgang gemacht und danach im Filmmuseum an einem informativen Workshop zu unserem Projektthema teilgenommen haben.
Am darauffolgenden Tag sind wir mit der gesamten Gruppe nach Mannheim gefahren. Auf dem Programm stand das „House of Banksy“, eine sehr interessante Ausstellung über den Streetart-Künstler. Im Anschluss daran hatten wir noch etwas Freizeit in Mannheim und am Abend trafen natürlich wir Schüler uns wieder in Heidelberg.
Mittlerweile war bereits eine ganze Woche vergangen. Als nächste Station stand die Klima-Arena in Sinsheim auf dem Programm, wo man mehr über Umweltschutz lernen kann. Begonnen hatte unser Besuch dort mit einem Zirkeltraining, bei dem wir in kleinen Experimenten lernten, welche Auswirkungen der Klimawandel auf unsere Erde hat. Danach haben wir uns noch die Ausstellung angeschaut und an einem kleinen Quiz teilgenommen.
Unser letzter gemeinsamer Tag startete wieder mit der Arbeit an unserem Projekt. Wir verfilmten die Dialoge, die wir geschrieben hatten, bevor die französischen Schüler wieder den Unterricht mit uns besuchten. Gegen Mittag sind wir zu einem Spaziergang auf dem Philosophenweg aufgebrochen und alle waren total fasziniert von der Aussicht über die Heidelberger Altstadt. Später wurde selbstverständlich noch die Zeit genutzt, um Souvenirs für Freunde und Familie zu kaufen. Der Tag neigte sich dem Ende zu und so feierten wir zusammen mit den Lehrerinnen und den Gastfamilien eine kleine Abschiedsfeier mit Buffet, den gezeigten Projektfilmen, die sehr lustig waren, und einer tollen Atmosphäre. Wir Schüler sind nach der Feier nochmals auf den Philosophenweg gegangen, wo wir Musik gehört und diesen Abend weiter mit Erinnerungen gefüllt haben, die für immer bleiben werden.
Nun war es leider soweit und wir mussten uns voneinander verabschieden. Ein paar letzte Fotos und Umarmungen in Heidelberg und dann wieder Warten, – bis wir uns dann im Frühjahr in Montpellier wiedersehen werden.
Diese unvergessliche Zeit wurde uns durch Erasmus+ ermöglicht und das wird hoffentlich lange so weitergehen. An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an Frau Buselmeier und Frau Heinrich für die Organisation dieses Austausches, der uns noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.
Geschrieben von Annika Hirsch und Miyuki Schamoni, 10a






